News
und
Wissenswertes

22.05.2017

Wohin geht die Europäische-Arzneimittel-Agentur?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) koordiniert die laufende Bewertung und Überwachung aller Human- und Tierarzneimittel. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat sie ihren Sitz in London. Der inzwischen wohl sicher kommende Brexit würde einen Umzug der Behörde in ein Land der Europäischen Union notwendig machen. Chancen rechnen sich offenbar viele aus.


Dass viele Städte und Länder eine Bewerbung ins Rennen schicken, ist nur zu logisch: Einerseits beinhaltet die Behörde rund 900 Arbeitsplätze, so dass der Umzug mit einer möglichen Zuwanderung regulatorischer Expertise verbunden wäre. Andererseits verfügt die EMA über ein jährliches Budget von etwa 320 Millionen Euro. Neben Berlin und Bonn meldete zuletzt auch Hamburg sein Interesse an einer deutschen Bewerbung an. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und Wirtschaftssenator Frank Horch machten das Interesse der Hansestadt gemeinsam bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe deutlich. Was für Hamburg spricht?

 

„Die EMA könnte in Hamburg von einem hervorragenden Umfeld in Medizin und Wissenschaft profitieren. Über 500 Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazeutik verdeutlichen den Ruf der Stadt und der Region als Medizinmetropole“, so die Senatorin. Auf ein anderes Ass setzt die Landesregierung im Saarland. Punkten wolle man mit der räumlichen Nähe zu vielen EU-Behörden in Brüssel, Luxemburg und Straßburg.

 

Bevor eine Entscheidung für einen Standort in Deutschland konkret wird, müsste erst einmal eine Entscheidung auf EU-Ebene für Deutschland fallen. Laut Medienberichten haben auch Städte aus Frankreich, Skandinavien oder Spanien ihr Interesse bekundet.

 

Quelle:  Vincentz Network Berlin


E-Mail Xing Kununu Facebook Youtube LinkedIn Google+